19.08.2015

Hurra. Eine WLAN SD Karte. Und was ist ShutterSnitch?

Eigentlich war die eingebaute WLAN-Funktion ein netter Nebeneffekte beim Kauf der CANON EOS 70D. Zum Zeitpunkt des Kaufs war ich zwar noch nicht zu 100% sicher ob ich im Alltag wirklich einen Nutzen für diese Funktion finde. Aber nun war sie ja erstmal da. :)
Über die App Camera Connect, die ich auf meinem Iphone und meinem Ipad installiert habe, konnte ich dann wirklich eine Verbindung zur 70D aufbauen und zwischen folgenden Funktionen wählen:

Bilder auf Kamera
Hier greife ich direkt auf die Speicherkarte in der Kamera zu und kann die Bilder auf mein Endgerät herunterladen.

Fernaufnahmen
Mit dieser Funktion kann ich die Kamera bedienen, den Fokus festlegen, Belichtungszeit und Blende regulieren. Und natürlich auch: Auslösen

Soweit so gut. Unpraktisch finde ich das Aktivieren der WLAN-Funktion in der Kamera. Der Dialog ist nicht sonderlich benutzerfreundlich. Zudem ging meine Kamera immer recht schnell in den Energiesparmodus und die Verbindung brach ab.

Eigentlich wünschte ich mir diese Funktion ja vor allem, um unterwegs nach dem Shooting mal schnell auf dem Ipad die Qualität der Bilder beurteilen zu können, oder um im Bedarfsfall mal eben schnell mit dem Iphone ein Bild von der Spiegelreflex aufs Handy zu schicken um es per iMessage oder Mail weiterschicken zu können.

Nach einigen Suchen im Internet stelle ich fest, dass ich wohl nicht der einzige User mit diesen Problemen bin. Einige Kombination auf die ich bei meiner Suche auch immer wieder stieß, waren WLAN-fähige SD-Karten und die App ShutterSnitch.
Da ich ohnehin noch ein weitere SD Karte für den Urlaub brauchte, bestellte ich mir eine 32 GB Transcend Wi-Fi Karte. 

Transcend TS32GWSDHC10 Class 10 WI-FI SDHC Speicherkarte von Transcend
Transcend TS32GWSDHC10 Class 10 WI-FI SDHC Speicherkarte 
von Transcend 
Kurzlink: http://www.amazon.de/dp/B00A659ILQ






Im Direct Share Modus der kostenlosen Transcend-App, werden die Fotos und Videos mit einer Peer-to-Peer Verbindung direkt auf das Ipad oder Iphone übertragen. Mit der Shoot&View Funktion lassen sich die Ergebnisse direkt nach dem Auslösen auf dem Ipad oder Iphone darstellen.

Der Akku-Verbrauch der Kamera wird laut Hersteller mit rund 7% zusätzlich belastet.
Da lohnt der ein oder andere Zusatzakku. Habe ich aber ohnehin, daher mache ich mir hier wenig Sorgen.

Einmal verbunden, funktioniert die Transcent-Karte super. Ich schiesse ein Foto, und einige Sekunden später erscheint es auf meinem IPhone und IPad. Wenn ich die App erst später starte, werden ab dem stehenden Verbindungsaufbau aufgebaut alle Bilder automatisch aufs Ipad oder Iphone übertragen.

Warum also nun noch die App ShutterSnitch?

Über ShutterSnitch habe ich die Möglichkeit, die Fotos direkt nach Ankunft auf dem iPhone oder iPad an vordefinierte Dienste weiterzureichen. Zur Auswahl stehen neben Flickr, Facebook, Drobox auch WebDAV oder FTP.
Außerdem habe ich die Möglichkeit "Warnungen" zu definieren. So kann ich über die Auswertung der EXIF-Daten festlegen, dass Alarm geschlagen wird, wenn ISO, Verschlusszeit, Blende in einem so schlechten Verhältnis stehen und bereits klar wird, dass nicht mit guten Bildern zu rechnen ist.

Zusätzlich kann ich in ShutterSnitch festlegen, dass die RAW´s auf der Karte bleiben und nur die kleineren JPG´s auf meine Endgeräte übertragen werden.
Ausserdem kann ich festlegen, dass die Fotos mit einem Wasserzeichen versehen werden, bevor sie an die Dienste weitergeschickt werden. 

ShutterSnitch funktioniert übrigens auch mit GoPros. :)

Die App ist zudem ein wenig schneller als die Original-App. Würde Sie Euch hiermit also mit gutem Gewissen empfehlen!

Ups. Meine Dropbox-Daten liegen alle bei Amazon?

Würde man sich die AGB´s der Dropbox durchlesen, käme man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hättest Du gedacht, dass Deine Daten eigentlich bei Amazon landen und die Inhalte der Dropbox von Vertriebspartnern eingesehen werden können?

Ich habe mich zumindest ansatzweise mit den AGB beschäftigt, und danach mein Verhalten bei der Nutzung der Dropbox ein wenig geändert.

Zunächst einmal zur Frage: Warum nutze ich die Dropbox? 

Auf der einen Seite zum Sichern von Fotos und Dokumenten. Zusätzlich, um Fotos oder Dokumente mit Freunden zu teilen.
Bisher war die Dropbox bei mir etwas konfus organisiert. Irgendwelche Fotoordner, ein Ordner mit der automatischen Sicherung meiner Handyfotos und ein paar lose Dokumente, die im Hauptverzeichnis liegen.
Natürlich alles unverschlüsselt. So wichtige Daten habe ich nun auch wieder nicht. Dachte ich. :-)

Eigentlich sehe ich die Dropbox lediglich als billige Alternative zu einem eignen NAS-Server. (Eine Lösung, die mir momentan zu teuer ist)
Der Nachteil bei Dropbox ist aber eben die fehlende Möglichkeit, Daten wirklich sicher zu hinterlegen. Was ist mit meinen Daten wenn Dropbox mal geleakt wird. Hätte ich wirklich keine Probleme damit, wenn alle Daten der Dropbox plötzlich offen im Netz lägen? Nunja....Bei dem Gedanken wird es dann schon heikel. ;)

Zurück zu den AGB´s der Dropbox. 
Dort steht zum Beispiel, dass Dropbox keine eigenen Server betreibt. Eure Daten liegen in den Rechenzentren von Amazon, die überall auf der Welt verteilt stehen. Auch in Deutschland betreibt Amazon ein Rechenzentrum. Als Dropbox Kunde kann ich allederdings nicht beeinflussen, in welchem Land meine Daten liegen.

In den AGB heisst es wörtlich:
"Wenn Sie unsere Dienste verwenden, stellen Sie uns Daten wie Ihre Dateien, Inhalte, E-Mail-Nachrichten, Kontakte usw. bereit ("Ihre Daten"). Ihre Daten gehören Ihnen. Diese AGB verleihen uns keine Rechte an Ihren Daten, mit Ausnahme der beschränkten Rechte, die uns die Möglichkeit geben, Diensten anzubieten."

Es heisst dort aber auch: (jetzt wird´s spannend)
"Diese und andere Funktionen erfordern Zugriff und das Scannen Ihrer Daten durch unsere Systeme. Sie erteilen uns die Genehmigung, diese Aufgaben auszuführen, und diese Genehmigung erstreckt sich auch auf Drittanbieter, mit denen wir zusammenarbeiten."

Die Daten werden von Dropbox per AES Verschlüsselung (256 Bit) verschlüsselt. Aber: Alle Mitarbeiter des Unternehmens und alle Kooperationspartner haben laut AGB vollen Zugriff auf die Daten. Die beworbene Verschlüsselung ist somit faktisch vollständig ausgehebelt. In diesem Zusammenhang steht seit 2013 dank der Unterlagen von Edward Snowden fest, dass die NSA ein offizieller Kooperationsparner von Dropbox ist. Noch Fragen? :)

Nun gibt es natürlich Alternativen zur Dropbox. Vom Prinzip her finde ich den Dienst aber praktisch und komfortabel. Also habe ich nach Lösungen gesucht und bin auf verschiedene Verschlüsselungsdienste gestoßen.

Meine Idee war, die Daten bereits verschlüsselt zu Dropbox hochzuladen. Also ebenfalls eine AES Verschlüsselung einzusetzen, den Schlüssel zum Entschlüsseln der Daten aber ausschließlich kennwortgeschützt auf meinem Mac abzuspeichern.

Nach einigem Suchen bin ich auf Cloudfogger gestoßen.
Cloudfogger verschlüsselt die Daten lokal auf meinem Rechner. Erst danach werden sie in die Cloud hochgeladen. Damit haben weder Dropbox noch externe Partner Zugriff auf die Daten.
Lokal sind die verschlüsselten Daten dann ganz normal zu öffnen und in der Cloud landen nur die verschlüsselten Inhalte. Ich kann aber auch ein Verzeichnis auf meinem Rechner verschlüsseln und es dann einfach auf einen USB-Stick ziehen.

Theoretisch besteht die Möglichkeit, über die Cloudflogger-App Daten auch über eine iPhone App oder über Android nutzen und einsehen. Hierzu muss man bewusst sein Cloudflogger Konto so konfigurieren, dass dieser öffentliche Zugriff möglich ist. Ich halte das aus Sicherheitsaspekten für wenig sinnvoll. Ich wähle  ja bewusst  den Weg, die Daten nur an meinem Arbeitsplatz entschlüsseln  zu können.

Möchte man wirklich einmal ein privates Foto teilen funktioniert dies übrigens sehr sicher über Threema oder iMessage. Das ist wiederum bekanntermaßen unkompliziert.

Inzwischen habe ich ein Großteil meiner Fotodaten verschlüsselt in der Dropbox liegen. Die Ordner sind nach Jahren, Monaten und Ereignissen sortiert. Meinen Dropbox Zugang habe ich ein wenig aufgebohrt. Ich nutze die DropboxPro mit 1 TB Speicherplatz. (9,99 € / Monat)
Die Kombination von Dropbox und Cloudfogger kann ich bedenkenlos empfehlen.

Meine Erfahrungen mit VPN im Alltag

Wenn man danach googelt, wie man das Iphone sicherer macht, stößt man immer wieder auf den Tipp, das Smartphone nur über eine VPN-Verbindung ins Netz zu lassen. In den vergangenen Wochen habe ich verschiedene VPN-Dienste getestet um herauszufinden, wie alltagstauglich die Dienste für mich persönlich sind.

Zunächst zur Frage: Warum brauche ich VPN?

VPN sorgt dafür, dass Dein gesamter Internetdatenverkehr verschlüsselt wird. Somit ist dies ein wichtiger Schritt, um Deine Privatsphäre zu schützen und nicht mehr Bewegungsspuren im Netz zu hinterlassen, also ohnehin schon dort zu finden sind.

In WLAN´s (vor allen Dingen auch bei der Nutzung von öffentlichen Hotspots) findet der Datenaustausch zwischen Deinem Handy und dem Hotspot bei einer VPN-Verbindung komplett anonym statt. Du kannst somit nicht so leicht zurückverfolgt werden.

Surf-Beschränkungen werden aufgehoben. Ein Youtube-Video, das in Deinem Land nicht verfügbar ist, kannst Du plötzlich aufrufen. Denn der VPN-Server gaukelt Youtube vor, dass Du Dich in einem anderen Land aufhältst. Wenn Du unterwegs über ein Hotel-WLAN auf gesperrte Seiten zugreifen möchtest, kann Du so diese Sperre mit VPN umgehen. In einigen Ländern sind zudem immer wieder Webseiten wie Twitter oder Facebook gesperrt.
Über VPN kannst Du auch diese Sperren in der Regel umgehen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist das Ad-Tracker-Blocking. Das Blocking System fängt im Hintergrund Tracking-Cookies ab, und entfernt Deine personenbezogenen Daten. Dies funktioniert nicht nur beim Surfen über den Browser, sondern gilt auch für die installierten Apps. Tracker sollen Deine Bewegungen im Internet nachvollziehbar machen. Sie verraten beispielsweise einer Internetseite, auf welcher Seite Du vorher warst.

Der vollständige Internettraffic läuft somit verschlüsselt über den VPN-Dienstleister. Deine IP-Adresse wird verschleiert. Du erhältst ein großes Stück Freiheit zurück.

In der Vergangenheit musste VPN in der Regel kompliziert (manuell) konfiguriert werden. Für mich fehlte die Alltagstauglichkeit. Ich habe keine Lust, mich permanent mit der Konfiguration meines Handys zu beschäftigen. Ich möchte einmal etwas installieren. Danach sollte einfach alles unkompliziert im Hintergrund laufen.

Drei Anbieter habe ich getestet. Letztlich bin ich bei einem gelandet, der für mich perfekt passt, und der vielleicht auch für Euch interessant ist.
Letztlich bin ich bei SurfEasyVPN hängengeblieben. SurfEasy war bis vor einiger Zeit ein StartUp und wurde dann vom Browser-Hersteller Opera gekauft. Was zunächst schon mal für eine gewisse Seriosität spricht. Neben dem kostenfreien Zugang (der auf 500 MB beschränkt ist) gibt es einen bezahlbaren Zugang von 4,95 Euro pro Monat. Hier ist das Datenvolumen unlimitiert. Es gibt Apps für Iphone und Android. Und nicht nur das: Es gibt sogar Apps für den Mac und für Windows. 5 Geräte kann man konfigurieren. Bei mir läuft nun das Iphone, IPad und mein Mac über die App.

Sehr krass finde ich, was vom Ad-Tracker geblockt wird. Pro Tag sind das zwischen 40 und 130 Tracks auf meinem iPhone, die unterbunden werden. In der App kann man entweder "optimiert" surfen (dann ändert sich die IP-Adresse hin und wieder im Hintergrund automatisch), oder man stellt ein festes Land ein, über das man ins Internet gehen möchte. Dass dies wirklich funktioniert, kannst Du feststellen, indem Du nach der Installation unter www.wieistmeineip.de nachschaust.
Im Alltag merkt man nach der Installation der App nichts Besonderes. Alles läuft ganz normal. Lediglich das kleine VPN-Symbol im Handy zeigt an, dass Ihr sicher unterwegs seid.
Probiert es aus. ;-)