02.04.2015

Das Ende des Erdmännchens - The next big Thing

Gestern war ich bei der Redaktionskonferenz des NEO-Magazin-Royal dabei und konnte Jan Böhmenmann über die Schulter schauen. Danach habe ich mir noch die Generalprobe angeschaut. Echt jetzt? Ja! War cool! Danach bin ich noch ein wenig durch die Altstadt von Barcelona geschlendert. Abends habe ich mir eine Karaoke-Bar in New York angesehen.



Innerhalb weniger Wochen landeten zwei Apps auf meinem Smartphone, von denen ich bisher nie gehört habe. Meerkat und Periscope. Beide Apps sind Live-Streaming-Apps und verwandeln den Nutzer in einen Broadcaster. Sie ermöglichen einen neuen, gefühlt sehr intimen Blick hinter die Kulissen. Der Zuschauer kann sich dabei einfach in einen Videostream einklinken, oder sogar benachrichtigen lassen, wenn ein Freund online geht und streamt.

Während Meerkat bereits etwas länger am Markt ist, wurde Periscope in den vergangenen Tagen aus dem Nichts auf den Markt geschossen. Periscope gehört zu Twitter. Als erste Amtshandlung wurde Meerkat dann auch von Twitter blockiert, um den eigenen Dienst weiter zu pushen. Meerkat wird sich nun einen neuen Partner (Facebook?) suchen müssen, um überleben zu können.

Der Suchtfaktor von Periscope und Meerkat ist jedenfalls riesig. Wer einmal einige Minuten mit der App um die Welt gereist ist, den wird das Fieber packen.








Faszinierend ist vor allem das Wissen, einem unmittelbaren, nicht inszeniertem Live-Video zuzuschauen. Mitten im Geschehen zu sein. Millionen von kleinen, autarken Kamerateams und Reportern werden künftig in der Welt unterwegs sein um banale, aber auch spannende, hochaktuelle Geschichten zu erzählen. 
Interessant wird sein wie Journalisten mit diesem Tool umgehen. Jan Böhmermann nimmt uns bereits mit in Teile der Redaktionskonferenz für das NEO Magazin Royal. Der Journalist und Blogger Richard Gutjahr interviewte unlängst Peer Steinbrück und streamte das Interview live über Meerkat. Verbreitet wurde der Link zum Stream über Twitter. Und natürlich per Push-Mitteilung über die App selbst.


Bildquelle: Charles Sharp

Die Zuschauer können über einen Chat-Modus Fragen beisteuern und kommentieren oder Herzchen verteilen, indem sie wild auf das Handy trommeln wenn ihnen etwas gefällt.


Während bei Meerkat der Stream nach dem Senden verschwunden ist, bietet Periscope dem Broadcaster die Möglichkeit, das Video noch 24 Stunden zeitversetzt anzusehen. Diese Videos sind dann mit einem Play-Button versehen.


Ich bin nun sehr gespannt, wann die linearen Medien den Trend aufgreifen und bei akuten Ereignissen bei der Erstberichterstattung nicht auf den Übertragungswagen warten, sondern den Reporter per Periscope zuschalten.

Und hier bekommt Ihr die Apps:

Merkaat für iOS