22.03.2015

Die große Welt der kleinen Leute

Ich gebe zu: Mit Modelleisenbahnen konnte ich nie wirklich etwas anfangen. Natürlich fand ich es im ersten Moment auch faszinierend, mir große Anlagen wie das Miniatur-Wunderland in Hamburg anzuschauen. Aber mein Ehrgeiz in vielen Stunden künstlichen Rasen zu verkleben und kleine Plastikmännchen mit Heißkleber in Kleinarbeit an die richtige stelle zu arrangieren, hielt sich sehr in Grenzen.

Vor einem Jahr stolperte ich dann in einem Buchladen über einen Bildband von Slinkachu, einem britischen Streetart-Künstler, Fotografen und Blogger. Slinkachu installiert mit Modelleisenbahn-Figuren Szenen im öffentlichen Stadtraum. Vor allem in London. Blog und Galerie

Von dieser Art der Fotografie war ich schnell gefesselt und fasste den Entschluss, auch mal einige Versuche zu unternehmen, kleinere Szenen zu arrangieren. Also mussten erstmal Figuren her. Die schönsten H0-Figuren werden von Preiser und Faller hergestellt. Kein ganz preiswertes Vergnügen, wie ich feststellen musste. Ein 5er-Set mit schönen Figuren liegt schnell mal zwischen 10 und 15 Euro. Für besondere Figuren legt man auch schnell mal 5 Euro pro Stück auf den Tisch. 

Für meine Erste Szene habe ich mir dann einen Kanuten gekauft. Er sollte die die Hauptfigur meines ersten arrangierten Fotos sein:

Endspurt in der Milchstraße
Danach kam mir die Idee, einige Handwerker auf einem Knäckebrot zu platzieren. Von dieser Szene gibt es eine ganze Serie. Dieses hier ist mein Lieblingsfoto:


Die Idee dahinter ist immer die Gleiche: Die kleinen Figuren in Kontext zu setzen mit kleinen Alltagsgegenständen, die plötzlich riesig wirken.

Nach einiger Zeit habe ich im Internet eine Reihe von Skateboardern gefunden.
In der Küche lagen gerade ein paar Mandarinen und Bananen herum. Entstanden sind daraus die Mandarin-Skater und der Banana-Skater.





Vor einigen Monaten habe ich dann noch einige Schwimmer-Figuren gekauft. Sie lagen lange rum, weil ich keine konkrete Idee hatte, wie ich sie platzieren sollte. Dann kam mir beim Einkaufen die Idee und ich griff beim Langnese Capri zu. Somit war dann auch schnell der Name für die Szene gefunden: "Urlaub auf Capri". 

Urlaub auf Capri

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mal in die freie Wildbahn zu gehen, also die Figuren draußen irgendwo in Szene zu setzen. Figuren sind inzwischen genügend vorhanden. 


Einige Ideen habe ich schon. Seid gespannt. ;)