22.02.2015

Der Wechsel von der EOS 60D auf EOS 70D

Vor einigen Wochen habe ich meine alte DSLR verkauft und mir eine neue Spiegelreflex-Kamera zugelegt. Mit der Canon EOS 60D war ich in der Vergangenheit sehr zufrieden. Eigentlich hatte der Wechsel auf die 70D folgende Gründe: 


  1. Die 70D verfügt über 19 Autofocus Kreuzsensoren (60D: 9 Kreuzsensoren)
  2. Besseres Rauschverhalten bis ungefähr ISO 3200. Technisch möglich sind 12.800 ISO
  3. WLAN-Funktion ermöglicht Fernsteuerung über das Smartphone
  4. Im Zusammenspiel mit STM-Objektiven sehr gute Eigenschaften zum Filmen.

Canon EOS 70D

In den im Internet verfügbaren Testberichten kann man ja schon die wesentlichen Dinge nachlesen. Daher hier die wichtigsten Punkte aus meiner Sicht:

Filmen


Das Filmen funktioniert wirklich hervorragend. Als Kit-Objektiv war ein stabilisiertes 18-55er STM Objektiv dabei. Die Besonderheit ist das geräuschlose Fokussieren. Der Fokus wird schnell und sicher gefunden. Die Kamera "pumpt" nicht. Ich habe die Kamera auf einem Stativ montiert und bin aus einer Entfernung von 5 Metern, bis auf 30 cm auf die Kamera zugelaufen. Mein Gesicht war zu jedem Zeitpunkt gestochen scharf. Perfekt! Die automatische Gesichtserkennung bleibt an Personen dran, die sich bewegen. 

Der Touch-Screen


Ich war mir echt nicht sicher, ob ich den Touch-Screen häufig benutze. Das klappbare Display war mir hingegen wichtig. Ich habe es schon bei der 60D häufig in ungünstigen Positionen nutzen können. Der Touch-Screen ist aber wirklich toll! Er ermöglicht zum Beispiel einen schnellen Fokus-Wechsel. Per Finger kann man entscheiden, ob der Vordergrund oder der Hintergrund scharf gestellt werden soll. Wer vom Stativ filmt kann damit tolle Effekte erzielen. Außerdem kommt man über das Display wirklich sehr viel schneller an alle wichtigen Einstellungen, als über die klassische Menü-Struktur.

Das Touch-Klapp-Display der EOS 70D

Die Kamera schafft eine Auflösung von 20,2 Megapixeln. Für mich war das allerdings kein Kaufargument. Die 60D schaffte 17,9 Megapixel. Ich bin der Überzeugung, dass eine DSLR-Kamera mit einem APS-C Sensor sogar mit weniger Pixeln auskäme. Wichtiger erscheint mir eher die Investition in vernünftige Objektive.

Das Kit-Objektiv

An das mitgelieferte Kit-Objektiv hatte ich keine allzu großen Erwartungen, wurde aber positiv überrascht. Die von CANON in den letzten Jahren ausgelieferten Kit`s waren von der Abbildungsleistung oft nicht überzeugend. Ich habe selber Erfahrungen mit dem 18-135er Kit meiner 60D und mit dem 18-55er Standard der 1000D. Bei beiden störten chromatische Aberrationen und Unschärfen im Randbereich (über alle Blendendstufen hinweg). Das stabilisierte Kit-Objektiv der 70D ist wirklich knackig scharf, extrem schnell bei der Fokussierung und arbeitet nahezu geräuschlos. Ich bin wirklich zufrieden.

Social Media über die DSLR









Nunja: Die 70D kann nun auch SocialMedia. Damit kann ich theoretisch unterwegs eine Verbindung mit meinem iPhone herstellen und ein Bild twittern, auf Flickr oder den CANON ImageGateway hochladen. Wenn ich ehrlich bin: Mir ist das zu kompliziert. Zumal das Bild nicht direkt gepostet wird, sondern ein Link. Und dieser verweist auf das etwas umständliche ImageGateway. Also bleibt alles beim Alten. Wenn ich unterwegs twittern möchte, nutze ich die Kamera des iPhone.

Beispiele von Aufnahmen mit der 70D und der 60D findet Ihr auf meiner Fotocommunity-Seite: http://www.abaissement.de