27.02.2015

Gefühlte Musik - Zwischen Spotify und Vinyl

Warum soll man heute überhaupt noch Schallplatten kaufen? 

Mein Kopf sagt:
Die Soundqualität ist -abgesehen von Highend-Plattenspielern- fernab von Gut und Böse. MP3´s hingegen sind bereits ab einer Kompressionsrate von 
196 kbit/s durchaus anhörbar. Schallplatten verkratzen schnell. Ich kann sie nicht mal eben mitnehmen und unterwegs abspielen. Das Kosten/Nutzen Verhältnis ist eher schlecht. Aktuelle Vinyl-Alben liegen bei 20,00 EUR. Ein aktuelles Album bei iTunes liegt bei 12.00 EUR. Über die Spotify-Flat kann ich für 9,90 jedes Album kostenlos streamen und herunterladen. Je nach Nutzungsintensität kostet mich ein Album damit nur noch Cent-Beträge.


Wenn schon alle Kopf-Entscheidungen gegen Vinyl sprechen, wird es wohl der Bauch sein, der meine Entscheidung immer wieder beeinflusst. ;)

Mein Bauch sagt:
Ich möchte Musik hören. Ganz bewusst. Ich nehme mir jetzt Zeit, um eine Platte aufzulegen. Ich ziehe die Platte aus dem Regal und habe nun etwas in der Hand. Ein großartig gestaltetes Cover. 
Dann ziehe ich den Schutzumschlag vorsichtig heraus. Ich spüre dass die gut behütete und geschützte Platte in meinen Händen sorgsam behandelt werden muss. Langsam lasse ich die Platte herausgleiten, betrachte sie. Ich puste ein paar Staubkörner weg und lege sie auf den Plattenteller. Die Nadel senkt sich. Die Reise beginnt. 

Schallplatten zu kaufen und zu hören ist ein sehr sinnliches Erlebnis für mich. Ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich das erste Mal eine neue Schallplatte auspacke, auflege und für mich entdecke. Ich spüre, welche Kraft der Künstler in dieses Werk gelegt hat, das nun in meinen Händen liegt. Ein tolles Erlebnis. Immer wieder.

Vielleicht ist das Hören von Schallplatten mit dem Rauchen einer Pfeife vergleichbar, während MP3´s eher die Zigaretten der Musik sind. ;)

Natürlich höre ich nicht nur Vinyl. Eigentlich sogar im Vergleich eher wenig. Aber  in bestimmten Momenten möchte ich diesen bewussten Musikgenuss nicht missen. 

Im Alltag greife ich meistens auf Spotify zurück. Wenn ich Neues entdecken möchte, wähle ich hingegen eher Soundcloud. Hier findet man auch eher unbekannte Künstler und auch tolle Remixe.

Meine gesamte CD-Sammlung habe ich vor vielen Jahren digitalisiert und nutze sie über iTunes Match auch unterwegs. Falls ich mal einen Titel nicht bei Spotify finde.

Meine "echten" CD´s habe ich übrigens irgendwann, nachdem sie digitalisiert waren, entsorgt. Mir fehlte die emotionale Bindung. Eine Schallplatte zu entsorgen würde mir deutlich schwerer fallen.

Ich bin gespannt, wohin die Entwicklung geht. Vermutlich wird es aber Schallplatten auch in vielen Jahren noch geben. Warten wir ab....






26.02.2015

Konzertbesuche und die Sache mit Spotify

Mein letzter großer Konzertbesuch ist verdammt lange her. Es muss irgendwann zu Beginn der 2000er Jahre gewesen sein. Damals war ich mit Freunden auf einem Robbie-Williams Konzert in Köln. Mein definitiv größtes Konzerterlebnis (gemessen an der Besuchermenge) war allerdings ein Michael Jackson-Konzert im Müngersdorfer Stadion. Ich erinnere mich noch daran, dass wir recht weit hinten standen und das Konzert lediglich über zwei große Monitore verfolgen konnten. Michael Jackson war definitiv zu weit weg.

Letztlich hat mich auch diese gigantische Größe der Konzerte abgeschreckt. Denn eigentlich besuche ich ja das Konzert, um ein kleines Stück näher an den Künstler heran zu kommen.

Zudem stiegen die Preise der Eintrittskarten immer weiter. Für ein Konzertticket wurden 80 Euro und mehr aufgerufen.

Nun ist eins klar: Künstler können bereits seit vielen Jahren nicht mehr alleine vom Verkauf der "Tonträger" leben. Ich bezweifle, dass Streaming-Dienste wie Spotify hohe Summen an die Künstler ausschütten. CD´s werden ja ebenfalls nicht mehr wirklich in großen Mengen verkauft. Also bleiben als Einnahmequellen eigentlich nur Konzerte und das Merchandising. 

Ende 2014 habe ich nach langer Zeit mal wieder ein Konzert besucht. Clueso tourte durch Deutschland. Im November besuchte ich dann das Konzert in der Arena Oberhausen. Die Karten waren mit 40 Euro pro Karte relativ erschwinglich. 


Da das Konzert nicht komplett ausverkauft war, konnten wir uns in der Halle recht weit nach vorne bewegen. Wir waren also echt nah dran. Dann begann das Konzert. Und ab diesem Zeitpunkt war ich vollkommen geflasht und mir wurde sofort wieder klar was Konzerte so einmalig und großartig macht. Du stehst da, singst und bewegst dich mit, feierst eine große Party und wirst für zwei Stunden absolut euphorisiert. 

Nach dem Konzert war klar: Ich will mehr. Und plötzlich wusste ich auch sehr genau, was ich suche: Definitiv nicht die großen, kommerziellen Bands, sondern Künstler, die in Clubs und kleineren Hallen auftreten.


Clueso hatte an diesem Tag eine sehr coole Vorband: AnnenMayKantereit. http://annenmaykantereit.com Eine noch relativ unbekannte Band aus Köln, die -nicht zuletzt durch die markante Stimme des Sängers- einen unverwechselbaren Klang hat:



Am nächsten Tag bestellte ich dann im Internet Karten für das Konzert von AnnenMayKantereit in Essen. Das Konzert steht noch aus. Ich bin echt gespannt.

Einige Tage später hörte ich, dass Olli Schulz & Band auf Tour sind. Da ich ohnehin großer Fan von "Sanft und Sorgfältig" bin, einer zweistündigen, wöchentlichen Radiosendung, die Olli Schulz zusammen mit Jan Böhmermann moderiert, wurden Karten wurden bestellt. 



Auf 1Live hörte ich Tage später einen Song von Joris. http://www.jorismusik.de. Die Konzertkarten für das Konzert sollten 13,90 kosten.  Also habe ich auch hier zugeschlagen. :) 


Die Eintrittskarten bestelle ich -wann immer der Künstler es ermöglicht- direkt über die Internetseite des Künstlers. Konzertagenturen schmälern die Einnahmen des Künstlers deutlich. Ich möchte ja die Band unterstützen und keinen Tickethändler.

Für mich habe ich so einen Weg gefunden, mit gutem Gewissen Spotify zu nutzen und dennoch das Gefühl zu haben, auch die Bands zu unterstützen. Nun bin ich wirklich gespannt auf die anstehenden Konzerte.


25.02.2015

Mein erstes Crowdfunding - Keine AppleWatch

Pebble Time (Bild: Pebble)



Eigentlich bin ich ja bekennender Apple-Fan und warte sehnsüchtig auf die AppleWatch. In den vergangenen Wochen haben mich allerdings einige technische Details der in Kürze erscheinenden Uhr aufhorchen lassen. 


  1. Die Batterielaufzeit
  2. Der Preis
  3. Die "Bitte aktiviere mich, wenn Du Die Uhrzeit ablesen möchtest"-Funktion
Die Batterielaufzeit soll bei starker Last bei maximal 2,5 Stunden liegen. Bei "gemischter Laufzeit" gibt Apple 19 Stunden an. Da ich auch schon iPhone und iPad sehr intensiv nutze und das Iphone zum Teil 2 mal am Tag nachlade, ist meine Befürchtung klar: Die Uhr wird niemals bis zum Abend durchhalten. Dies wäre allerdings für mich Bedingung, um Spaß an der Uhr zu haben.

Der Einstiegspreis wird derzeit mit 349$ taxiert. Ich gehe momentan davon aus, dass es sich hierbei um das Sport-Modell mit silber-eloxiertem Gehäuse handelt. Die hochglanzpolierten Edelstahlmodelle werden vermutlich deutlich teuer sein.

Zum Ablesen der Zeit muss die AppleWatch immer extra aktiviert werden. Dieser Aspekt stört mich wirklich ungemein. Aber durch den hohen Stromverbrauch ist es offensichtlich nicht möglich über das Display permanent die Zeit abzulesen. Schon recht schräg, finde ich.

Mit diesen Hintergedanken im Kopf, habe ich irgendwann durch einen Tweet vom @thomasmielke erfahren, dass die neue Pebble Watch ab sofort per Crowdfuning vorbestellt werden kann.

Da ich mich bisher nicht mit Crowdfunding-Projekten beschäftigt habe, musste ich mich zunächst auf der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" registrieren. 
Anschließend konnte ich mit wenigen Klicks eine "Pebble Time" vorbestellen. Die ersten 30.000 Unterstützer, zu denen ich nun auch gehöre, konnten die Uhr zum Preis von 159$, zzgl. 10$ Shopping, vorbestellen.

Die von Pebble angestrebten 500.000$ zum Start der Kampagne wurden übrigens in wenigen Stunden erreicht. Heute, einen Tag später, wurden bereits über 9 Mio.Dollar eingesammelt. Sensationell. Viele Pebble-Nutzer haben sich hier offensichtlich direkt ihr neues Modell gesichert.

Von Pebble war es natürlich sehr schlau, das Crowdfunding-Projekt noch vor der offiziellen Keynote von Apple zu starten. 

Nun bin ich sehr gespannt. Ende Mai könnte es zur Auslieferung kommen.

Die PebbleTime arbeitet mit einer ähnlichen Technologie wie der Kindle. Die Technologie wird als "elektronisches Papier" oder "e-paper" bezeichnet. Das Display ist farbig. Die Uhr ist permanent ablesbar. Der Akku soll bis zu 7 Tage überstehen. Für die Pebble gibt es mehr als 6.500 Apps und Watchfaces.






Landmarke in Duisburg - Tiger & Turtle

Der volle Name klingt etwas sperrig: "Tiger & Turtle - Magic Mountain". Gemeint ist: Eine weitere, spannende Landmarke im Ruhrgebiet, genauer gesagt in Duisburg. Nachdem 2005 die Metallhütte Duisburg-Hüttenheim geschlossen wurde, stand die Stadt vor der Aufgabe das riesige Areal einer neuen Verwendung zuzuführen. Entstanden ist 2008 der Angerpark. Seit 2009  wurde dann konkret an einer Landmarke geplant. Viele Künstler bewarben sich um das Projekt. Gewonnen hat letztlich das Projekt "Tiger & Turtel" der Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth.


Der Stahl aus dem die Skulptur gefertigt wurde, sollte an den historischen Ort erinnern. Dabei erinnert "Tiger & Turtel" zunächst an eine Achterbahn. Wenn man näher kommt bemerkt man, dass man diese auch begehen kann. Nur der Looping ist abgesperrt. So schnell ist wohl niemand zu Fuß unterwegs.


Im Abstand von 25cm wurden 880 LED-Module verbaut. Die Skulptur wird mit Beginn der Dämmerung beleuchtet. Bis in die Morgenstunden. 


Der beste Zeitpunkt ist also die blaue Stunde. Und so machte ich mich an diesem Tag -gerüstet mit Stativ, Fernauslöser und vollen Akkus- auf den Weg. Kurz nach der Arbeit also alles schnell eingepackt und dann auf den Weg gemacht. In Duisburg angekommen, war dann die blaue Stunde schon fast vorbei. So musste ich an Licht mitnehmen, was noch übrig war.


Die beste Perspektive habe ich erst fast zum Schluss entdeckt, konnte dann aber noch ein paar schöne Fotos einfangen. Fotografiert habe ich alle Bilder mit 8er Blende, 100 ISO und Halbautomatik. Um Verwackler zu vermeiden habe ich die Spiegelvorauslösung aktiviert und natürlich einen Fernauslöser genutzt.

Und das ist dabei herausgekommen:








Offizielle Infos von der Stadt Duisburg findet Ihr hier:
http://tigerandturtle.duisburg.de

24.02.2015

Die lange Suche nach dem richtigen ToGo-Lautsprecher

Soundsysteme für PC´s gibt es ja wie Sand am Meer. Und so langsam hatte ich wirklich alles durch: Von kleinen Aktivlautsprechern, die wenig attraktiv rechts und links neben dem Monitor standen, bis hin zu Systemen mit Subwoofer. Den verstaute man dann irgendwo unter dem Tisch. Kabelsalat war angesagt. Kurzum: Irgendwie war ich unzufrieden. Zwischendurch habe ich meinen PC dann auch mal mit meiner Hifi-Anlage verkabelt. Der Sound war ganz ordentlich. Jetzt musste ich aber Kabel durch die ganze Wohnung ziehen und Kabelkanäle verlegen. Auch keine schöne Vorstellung.


Als ich mir meinen MacMini kaufte war ich dann zuerst ganz begeistert davon, dass er einen eingebauten Lautsprecher mitbringt. Der reicht, dachte ich mir. Wenn ich richtig Musik hören möchte, mache ich halte die Anlage an....



Nunja. Irgendwann beschäftigte ich mich dann mit Bluetooth-Lautsprechern und testete mich durch die Hifi-Abteilungen der Mediamärkte. 



Ein Freund von mir legte sich zu diesem Zeitpunkt für knapp 200 Euro den Soundlink Mini von Bose zu. Diesen kleinen Lautsprecher hatte ich zwar auch schon im Apple-Store entdeckt, aber 200 Euro überstiegen dann doch mein geplantes Budget. Nach dem ersten Hören war ich allerdings absolut geflasht und konnte kaum glauben, was aus dieser kleinen, kompakten Box rauskommt. Stabile, ordentliche Bässe und kristallklare Höhen.






Als dann um die Ecke ein Mediamarkt eröffnete, und der Soundlink für 133 Euro angeboten wurde, habe ich dann ohne zu überlegen zugeschlagen.



Seitdem ist er bei mir in der ganzen Wohnung im Dauereinsatz. Ich benutze ihn als PC-Lautsprecher und verbinde ihn dann einfach per Bluetooth. Abends höre ich im Bett Podcasts über das iPhone mit dem Soundlink. Und selbst ins Bad nehme ich ihn mit.



Perfekt klingt er dann, wenn er eine glatte Standfläche hat. Auf Holz wirken die Bässe etwas massiger. Aufgeladen wird er entweder über eine mitgelieferte Ladeschale, oder direkt über das Netzteil. Man könnte übrigens auch per Klinke Audio-Geräte anschließen. Habe ich allerdings noch nie gemacht. Der Akku soll so 8 Stunden halten. Ich glaube 4-5 sind realistisch. 

Ich vermute, der Mini-Lautsprecher hat die Chance, die nächsten Jahre mein treuer Begleiter zu werden. ;-)



22.02.2015

Haldenkunst - Halde Haniel

Überall im Ruhrgebiet verteilt sind Abraumhalden zu finden, die durch den Steinkohlebergbau entstanden sind. Auf vielen renaturierten Halden finden sich Kunstwerke und Skulpturen. Die Halde Haniel liegt für mich direkt um die Ecke. Heute bin ich dann mal wieder hochgestapft.















Je nach Witterung gibt es zwei Möglichkeiten, die Halde zu besteigen: Mit Wanderschuhen kann man problemlos einmal quer hoch. Dies wäre dann auch die Strecke, die von den Mountainbikern genutzt wird. Wenn es geregnet hat, ist es dort sehr rutschig und matschig. Alternativ nehmt Ihr einfach den normalen Weg.







































Von oben hat man eine tolle Fernsicht. 
Das Highlight ist seit 2007 die Installation "Totems" vom baskischen Maler und Bildhauer Augustin Ibarolla. Das sind über 100 bunt bemalte Eisenbahnschwellen, die in den Boden einzementiert wurden. Unterhalb der Installation befindet sich ein Amphitheater mit 800 Plätzen. Hier finden im Sommer regelmäßig Theaterveranstaltungen statt.Oben sieht es allerdings wenig gemütlich aus. Die Kuppe der Halde ist nicht begrünt. Bis auf die Eisenbahnschwellen wirkt alles recht kühl. Bei Sonnenschein erstrahlen die Farben der bunten Eisenbahnschwellen aber im vollen Glanz. Dann lohnt ein Besuch auf jeden Fall. Wenn man genau hinschaut, kann man auch Gesichter in einzelnen Eisenbahnschwellen erkennen. Wer gerne fotografiert, ist hier oben auf jeden Fall richtig aufgehoben.

Wenn Ihr mit dem Auto anreist, solltet Ihr eine der folgenden Adressen ins Navi eingeben:

Kleekampstraße/Birkhahnstraße
46145 Oberhausen

Kirchhellener Straße / Kreuzung Matzenbergstraße
46145 Oberhausen

Fernewaldstraße / Kreuzung Birkhahnweg
46244 Bottrop

Der Wechsel von der EOS 60D auf EOS 70D

Vor einigen Wochen habe ich meine alte DSLR verkauft und mir eine neue Spiegelreflex-Kamera zugelegt. Mit der Canon EOS 60D war ich in der Vergangenheit sehr zufrieden. Eigentlich hatte der Wechsel auf die 70D folgende Gründe: 


  1. Die 70D verfügt über 19 Autofocus Kreuzsensoren (60D: 9 Kreuzsensoren)
  2. Besseres Rauschverhalten bis ungefähr ISO 3200. Technisch möglich sind 12.800 ISO
  3. WLAN-Funktion ermöglicht Fernsteuerung über das Smartphone
  4. Im Zusammenspiel mit STM-Objektiven sehr gute Eigenschaften zum Filmen.

Canon EOS 70D

In den im Internet verfügbaren Testberichten kann man ja schon die wesentlichen Dinge nachlesen. Daher hier die wichtigsten Punkte aus meiner Sicht:

Filmen


Das Filmen funktioniert wirklich hervorragend. Als Kit-Objektiv war ein stabilisiertes 18-55er STM Objektiv dabei. Die Besonderheit ist das geräuschlose Fokussieren. Der Fokus wird schnell und sicher gefunden. Die Kamera "pumpt" nicht. Ich habe die Kamera auf einem Stativ montiert und bin aus einer Entfernung von 5 Metern, bis auf 30 cm auf die Kamera zugelaufen. Mein Gesicht war zu jedem Zeitpunkt gestochen scharf. Perfekt! Die automatische Gesichtserkennung bleibt an Personen dran, die sich bewegen. 

Der Touch-Screen


Ich war mir echt nicht sicher, ob ich den Touch-Screen häufig benutze. Das klappbare Display war mir hingegen wichtig. Ich habe es schon bei der 60D häufig in ungünstigen Positionen nutzen können. Der Touch-Screen ist aber wirklich toll! Er ermöglicht zum Beispiel einen schnellen Fokus-Wechsel. Per Finger kann man entscheiden, ob der Vordergrund oder der Hintergrund scharf gestellt werden soll. Wer vom Stativ filmt kann damit tolle Effekte erzielen. Außerdem kommt man über das Display wirklich sehr viel schneller an alle wichtigen Einstellungen, als über die klassische Menü-Struktur.

Das Touch-Klapp-Display der EOS 70D

Die Kamera schafft eine Auflösung von 20,2 Megapixeln. Für mich war das allerdings kein Kaufargument. Die 60D schaffte 17,9 Megapixel. Ich bin der Überzeugung, dass eine DSLR-Kamera mit einem APS-C Sensor sogar mit weniger Pixeln auskäme. Wichtiger erscheint mir eher die Investition in vernünftige Objektive.

Das Kit-Objektiv

An das mitgelieferte Kit-Objektiv hatte ich keine allzu großen Erwartungen, wurde aber positiv überrascht. Die von CANON in den letzten Jahren ausgelieferten Kit`s waren von der Abbildungsleistung oft nicht überzeugend. Ich habe selber Erfahrungen mit dem 18-135er Kit meiner 60D und mit dem 18-55er Standard der 1000D. Bei beiden störten chromatische Aberrationen und Unschärfen im Randbereich (über alle Blendendstufen hinweg). Das stabilisierte Kit-Objektiv der 70D ist wirklich knackig scharf, extrem schnell bei der Fokussierung und arbeitet nahezu geräuschlos. Ich bin wirklich zufrieden.

Social Media über die DSLR









Nunja: Die 70D kann nun auch SocialMedia. Damit kann ich theoretisch unterwegs eine Verbindung mit meinem iPhone herstellen und ein Bild twittern, auf Flickr oder den CANON ImageGateway hochladen. Wenn ich ehrlich bin: Mir ist das zu kompliziert. Zumal das Bild nicht direkt gepostet wird, sondern ein Link. Und dieser verweist auf das etwas umständliche ImageGateway. Also bleibt alles beim Alten. Wenn ich unterwegs twittern möchte, nutze ich die Kamera des iPhone.

Beispiele von Aufnahmen mit der 70D und der 60D findet Ihr auf meiner Fotocommunity-Seite: http://www.abaissement.de










Die Sache mit dem guten Ton


Mit dem digitalen Ton beschäftige ich mich eigentlich erst, seit ich mit meiner digitalen Spiegelreflex filme. Die eingebauten, kleinen Mikrofone der Spiegelreflex sind wirklich nur etwas für den äußersten Notfall. Spätestens wenn man jemanden mit rund einem Meter Abstand zur Kamera platziert, sind die Nebengeräusche unglaublich anstrengend.
Ich habe mich zunächst mit den üblichen Aufsteck-Mikrofonen beschäftigt, die zum Nachrüsten angeboten werden. Irgendwie war mir das alles aber zu unpraktisch. Denn ich wollte im Urlaub auch mal einfach nur Atmo aufnehmen (Meeresrauschen, zirpende Grillen, Kaffeehaus, etc), ohne ständig meine DSLR mitzuschleppen. Also schieden alle Aufsteckmikrofone sofort aus.

Nach dem Lesen unendlicher Amazon-Bewertungen und dem Sichten von Youtube-Videomaterial, habe ich mich für einen externen Audio-Rekorder entschieden. Den Zoom H2N.

Zoom H2N
Die Auswahl der Mikrofone im H2N



Das Gerät kann "Stand Alone" betrieben werden. Er wird über zwei Batterien, alternativ Akkus betrieben. Das ist soweit schonmal ganz praktisch. Auf der Unterseite kann man eine normale SD-Karte einschieben. Aktuell habe ich eine relativ kleine 8 GB Karte im Gerät. Bis zu 32 GB soll der Zoom verarbeiten können. Meine längste Testaufnahme in bester Qualität hat mehr als vier Stunden gedauert. Es war immer noch genügend Platz auf der Karte vorhanden.
Das tolle sind die 4 eingebauten Mikrofone (in 5 Mikrofonkapseln), die tolle Stereo-Aufnahmen, aber auch Surround aufnehmen können.

Die ersten Testaufnahmen sind wirklich sehr vielversprechend.

Ich kann das Mikrofon übrigens mit einem kleinen Adapter auch auf dem Blitzschuh der Spiegelreflex festschrauben. Somit bin ich nun gerüstet für alle Eventualitäten. Der Zoom H2N kostet um die 120,00 Euro.