13.06.2017

Ein hoffentlich letztes Update zum Paketkasten-Support

Heute haben wir nun von DHL endlich eine Antwort auf unsere Nachfragen erhalten. Eine solches Angebot hätten wir uns schneller und unkomplizierter gewünscht. Inhaltlich sind wir nun zufrieden, und hoffen auf Besserung. Insbesondere, dass die Mitarbeiter erneut geschult wurden, macht uns Hoffnung. Zwei Monatsraten werden uns erlassen, da wir den Paketkasten nicht im vollen Umfang nutzen konnten. Dieses Angebot finden wir fair. 

Wir haben uns ja Ende vergangenen Jahres dazu entschieden den DHL Kasten zu buchen, weil wir viele Vorteile im System sehen. Vom Grundgedanken her ist dies noch immer so. Bleiben wir also nun gespannt, ob die von DHL angekündigten Schulungen greifen.

 

12.06.2017

Update zum Paketkasten-Support

Update:
Am Freitag, 9. Juni habe ich bei der Hotline erneut nachgefragt, wie ich den Vertrag vorzeitig beenden kann bzw. mit welchem Entgegenkommen ich für die vergangenen Monate rechnen kann. Ich erwarte, dass mir zumindest zwei bis drei Monatsraten erlassen werden, da der Paketkasten von mir nur eingeschränkt genutzt werden konnte.

Nach kurzer Nachfrage bei einem Kollegen teilte die nette Dame der Paketkastenhotline mit, dass mich am Montag, 12. Juni eine Kollege zurückruft. Ich sagte ihr, dass ich um eine Rückmeldung per E-Mail bitte, da ich ab Montag im Urlaub bin. Sie versprach mir daraufhin, dass ihr Kollege sich verbindlich per E-Mail am Montag bei mir melden wird. 

Wir haben nun Montag, 12. Juni, 21.30 Uhr. Und: Nein, es kam weder eine E-mail, noch ein Rückruf. Somit hat sich auch diese Zusage in Luft aufgelöst. 

10.06.2017

Unsere Erfahrungen mit dem DHL Paketkasten




Nach unserem Hausumbau stand auch die Anschaffung eines neues Briefkastens auf dem Plan. Natürlich haben wir uns in diesem Zusammenhang auch mit diesen neuen Lieferboxen beschäftigt, die man sich direkt vor die Tür stellen kann. Dort kann der Paketbote das Paket einlegen. Mit einem Chip/Schlüssel holt man es dann wieder raus. Dies erspart den Gang zur Filiale oder zur Packstation. Gerade dann, wenn man mehr als 3-4 Pakete pro Woche erhält, ist dies schon hilfreich.

Da wir die meisten Pakete von DHL erhalten, stand schnell fest, dass es ein Paketkasten von DHL werden sollte. Im Internet kann man sich solche einen Kasten selber zusammenstellen. Man wählte Größe, Farbe und das Modell. Danach wird der Kasten individuell erstellt und geliefert. Die Kosten für die große Variante belaufen sich auf ca. 550,00 EUR. Eine Summe also, die man auch für einen normalen, freistehenden Kasten dieser Größe auf den Tisch legen muss. Die Bezahlung erfolgt im Mietkauf. Die Gesamtsumme wird also in 12 Monatsraten über Postpay an DHL bezahlt. Danach gehört einem der Kasten.


Soweit so gut. Nach dem Zusammenbau, den wir selber vorgenommen haben, ließ sich der Kasten nicht richtig öffnen. Hier war DHL sehr hilfsbereit und schickte einen Techniker vorbei, der eine Neuausrichtung des Kastens vornahm. Danach sollte alles richtig funktionieren.

 

Nach einigen Tagen kamen die ersten Lieferungen an. Statt des Paketes fanden wir allerdings nur eine Paketkarte im Kasten. Auf der Karte stand: "Paketkasten defekt". Also riefen wir bei der Paketkasten-Hotline an. Dort fragte man uns, ob wie mit den beiden Chips den Kasten öffnen könnten. Dies war der Fall. Man bat uns, abzuwarten. Möglicherweise habe es am Scanner des Zustellers gelegen. Die Tage vergingen. Fast täglich trudelten nun Abholkarten im Paketkasten ein. Mal mussten wir zu den Nachbarn, mal in die Filiale. Mit zwei DHL Fahrern konnte ich sprechen, als ich zu Hause war. Einer meinte: "Ihre Nachbarn sind doch sehr nett. Ich bekomme den Kasten wirklich nicht auf und gebe es dann lieber bei den Nachbarn ab". Ein anderer sagte mir: "Mit diesem Modell haben wir immer Probleme. Den kriegen wir nicht auf." Es folgten weitere Telefonate mit der Hotline. Meine Bitte, die Fahrer einmal zu schulen, wurde aufgenommen. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass die Mitarbeiter im Support wirklich wussten, wie sie mit dem Problem umgehen sollten. Ich brachte erstmals ins Spiel, dass es doch schön wäre wenn DHL etwas Kulanz zeigen und eine Monatsmiete des Paketkastens erlassen würde. "Wir kümmern uns darum." war die Antwort. Es geschah jedoch nichts.

Zwischendurch gab es interessanterweise auch Zusteller, die problemlos den Kasten öffnen konnten. Und wir konnten es täglich auch. Mehrfach. Also schien das Problem sich auf die Scanner von DHL und die schlecht geschulten Fahrer von DHL eingrenzen zu lassen.

Unseren Eingangsbereich haben wir mit einer Kamera überwacht. Und so schauten wir uns immer mal wieder an, woran der DHL-Bote gescheitert war, wenn er den Kasten nicht öffnen konnten. An einem Tag schauten wir wie gewohnt in die Aufnahmen und sahen zwei DHL-Mitarbeiter, die versuchten, den Kasten zu öffnen. Als dies nach einer Weile nicht gelang, holte ein Mitarbeiter mit dem Fuß aus, und trat den Kasten auf. Dann legte er ganz entspannt die Sendung ein und verschloss den Kasten wieder. 

Über diesen Vorgang haben wir uns so geärgert, dass wir das Video DHL in einem geschützten Download-Bereich zur Verfügung gestellt haben. Wir baten um Stellungnahme. Es folgte eine Entschuldigung von DHL. Versprochen wurde uns, die Fahrer nochmals zu schulen.

Ein anderer Mitarbeiter konnte den Kasten nicht öffnen und quetschte die Sendung mit Gewalt durch den Briefschlitz. Die Blurays der Sendungen warten beschädigt. Auf meine Frage bei Support, ob DHL nun für den Schaden aufkommen würde, sagte man mir: "Tauschen Sie es doch einfach bei Amazon um. Dann erhalten Sie neue Blurays."

Im Laufe der kommenden Wochen wurde es tatsächlich besser. Ich würde sagen: Ca. 80% aller Sendungen landeten im Kasten. Immer dann, wenn Fahrer vertretungsweise in unserm Bezirk unterwegs waren, funktionierte es nicht. Durch Telefonate mit der Hotline habe ich erfahren, dass die Zusteller nur Kästen im eingebuchten Bezirk mit dem Scanner öffnen können. Sobald es also eine kurzfristige Verschiebung gibt, funktioniert das System nicht mehr.


In den vergangenen Wochen haben wir nun einige Sendungen zurückschicken wollen. Auch hierfür kann man den Kasten verwenden. Über die Paketkasten-App beauftragt man eine kostenfreie Abholung. Auch den Abholtag kann man vorgeben. In diesem Fall legte ich am 30.05. den 31.05 als Abholtermin fest. Am 31.05. wurde das Paket allerdings nicht abgeholt. Meine Vermutung war zu diesem Zeitpunkt, dass meine Buchung einfach zu spät einging, um schon am nächsten Tag abzuholen. Also wartete ich einen weiteren Tag. Als am 01.06. das Paket noch nicht abgeholt wurden, nahm ich wieder Kontakt zum Support auf. Dort erklärte man mir, dass es sich um einen Wunschtermin handeln würde, der nicht verbindlich sei. Bei Recherchen im auf der DHL Seite stellte sich allerdings heraus, dass dies nicht stimmte. Der Abholtag ist für die DHL Mitarbeiter verpflichtend einzuhalten. Man versprach mir eine Abholung am nächsten Tag. Auch am 02.06. wurde das Paket nicht abgeholt. Ich rief erneut beim Support an. Dort erklärte man mir, von einer Abholung nichts zu wissen. Im System sei nichts vermerkt. Der Abholwunsch wurde nun vermerkt. Und am 03.06. wurde das Paket dann endlich abgeholt.

In einem weiteren Fall wurde eine eingelegte Sendung ebenfalls nicht abgeholt. Ein Anruf beim Support ergab, dass der Fahrer im System vermerkt hat: "Paketkasten nicht angetroffen." Vermutlich bedeutet dies übersetzt: "Ich habe meine Tour nicht geschafft." Denn auf den Kamerabildern war zu sehen, dass sich der Fahrer nicht einmal die Mühe gemacht hat, unser Grundstück zu betreten. Auf meine ironisch gemeinte Frage, ob ich die Pakete besser persönlich in der Filiale abgeben soll, konterte der DHL-Support: "Dann haben Sie auch eine Garantie, dass das Paket ankommt."

Bei meinen Telefonaten mit dem Paketkasten-Support waren die Mitarbeiter in der Regel sehr freundlich, allerdings zum Teil schlecht informiert. Offensichtlich gab es zu dieser Zeit auch eine Umstellung auf einen anderen Dienstleister (ein anderes Call-Center). Zum Teil hing ich mehr als 10 Minuten in der Warteschleife, weil Schulungen stattfanden.

Ende vergangenen Monats habe ich DHL nun noch einmal schriftlich gebeten, uns eine Entschädigung anzubieten. Immerhin bezahlen wir nun seit einem halben Jahr einen Paketkasten, der kaum genutzt werden kann. Alternativ baten wir um die Möglichkeit, den Vertrag vorzeitig zu beenden und die bereits bezahlten Gebühren zu erstatten. Auf dieses Schreiben habe ich nie eine Antwort erhalten. Auch hier hakte ich telefonisch in dieser Woche nach. Eine Mitarbeiterin des Supports erklärte mir: "Beim letzten Telefonat klangen Sie ganz zufrieden. Da hatten wir nicht den Eindruck, dass sie den Kasten zurückgeben wollten. Daher ist dies hier als "erledigt" vermerkt.

Nunja. Mein Ärger ist inzwischen einer gewissen Resignation gewichen. Soweit es uns möglich ist, erklären wir den Zustellern vor Ort, wie der Kasten bedient werden muss und führen Schulungen durch. Darüber nachdenken darf man nicht wirklich. DHL hat offenbar die technische Komplexität überschätzt. Vielleicht wurden zu wenige Tests mit unterschiedlichen Handscannern in der freien Wildbahn durchgeführt. Vermutlich wurde auch die Motivation der Mitarbeiter überschätzt. Die Logistikbranche zahlt nicht gut. Da ist es schwer, motivierte Mitarbeiter zu finden. Auch der Druck auf die Zusteller wird hoch sein, immer mehr Sendungen in der gleichen Zeit zuzustellen. All dies ist mir bekannt. Dennoch erwarte ich als Kunde natürlich eine vernünftige Dienstleistung für den Preis, den ich zahle.

Der Paketzusteller, der unseren Paketkasten aufgetreten hat, wurde übrigens nicht mehr gesichtet. Vermutlich ist er nicht mehr für DHL, zumindest nicht mehr für unseren Bezirk tätig. Auch das tut mir irgendwie leid. Doch auf sich beruhen lassen, kann man solche Dinge doch auch nicht. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und ob DHL sich zumindest kulant zeigt, da uns der Kasten bisher wenig Freude bereitet.







und so weiter, und so weiter......





07.06.2016

Man müsste mal wieder was bloggen

Fast habe ich ein schlechtes Gewissen wenn ich sehe, wann ich zuletzt ein Blog-Beitrag in meinem Hauptblog verfasst habe. Grund sind zwei weitere Blogs die ich derzeit befülle.

Die Hauptzeit nimmt mein Abnehm-Blog minus35.de in Anspruch. Im November letzten Jahres war meine Unzufriedenheit so stark gewachsen, dass ich dringend abnehmen musste. Inzwischen sind 26 kg runter. 16 kg habe ich noch vor mir. Aber die Zufriedenheit ist auch jetzt schon deutlich größer. Vor allem bin ich stolz, so konsequent durchgehalten zu haben.

Der andere Blog ist mein Haus/Umbau-Blog. Dieser ist allerdings privat. Mein Freund und ich haben ein Haus aus dem Familienbesitz übernommen. Das Haus ist auch den 60er Jahren. Wir bauen nun an, um mehr Platz zu gewinnen. Gleichzeitig sanieren wir das Haus energetisch. Spätestens wenn wir das Thema Heimautomatisierung angehen, werde ich hierüber auch öffentlich bloggen. Ist vermutlich für den ein oder anderen ganz interessant. 

02.12.2015

HelloFresh oder Kochzauber?

HelloFresh, Kochzauber und Kochbox heissen die großen zwei Versender von Koch-Boxen über das Internet. Gerade HelloFresh drängt derzeit recht aggressiv in den deutschen Markt und versucht Marktanteile zu erlangen.


HelloFresh gehört zu den Startups, die von der Rocket Internet Gruppe finanziert werden. 2015 hat Rocket Internet 75 Millionen Euro in HelloFresh investiert und taxiert das Unternehmen derzeit auf 2,6 Milliarden Euro. Ein Startup ist HelloFresh längst nicht mehr. Auch wenn das Unternehmen im Internet gerne den Eindruck erwecken möchte. 2014 hat HelloFresh einen Nettoumsatz von 70 Mio. Euro erwirtschaftet und ist im Vergleich zum Vorjahr um 392% gewachsen. Der Investor erwartet ein vergleichbares Wachstum auch für 2015. Pro Monat liefert HelloFresh 4 Millionen Mahlzeiten aus.



HelloFresh habe ich 7 Wochen lang genutzt und kann inzwischen die Qualität, die Frische und den Kundenservice gut einschätzen.

Kochzauber habe ich leider zu spät entdeckt. Kochzauber gehört zu MyToys. Dieses Unternehmen gehört wiederum zur Otto-Gruppe. Kochzauber sitzt ebenfalls in Berlin und hat das gleiche Konzept wie HelloFresh: Standard-Boxen enthalten Zutaten für 3 Mahlzeiten für jeweils 2 Personen. Geliefert werden Fleisch, Gemüse, Beilagen, Gewürze. Eben alles, was man zum Kochen benötigt. Lediglich Standardprodukte wie Salz, Pfeffer, Mehl, Eier, Öl sollte man zu Hause haben. Der Preis pro Woche / Box liegt bei 39,00 Euro.



Kochbox ist nun wohl der aggressiven Werbestrategie von HelloFresh zum Opfer gefallen. Auf gruenderszene.de ist zu lesen, dass das operative Geschäft Ende des Jahres 2016 eingestellt wird.

Eigentlich bin ich gerade erst zu Kochzauber gewechselt, da ich mit der Qualität von HelloFresh unzufrieden war. Von insgesamt 7 Boxen musste ich drei Boxen bemängeln. Zum Teil waren die mitgelieferten Kräuter verwelkt, das Fleisch nur noch kurz haltbar, die Umverpackungen schon geöffnet oder beschädigt. HelloFresh erstattete hier jeweils aus Kulanz 3,00 Euro. Grundsätzlich soweit okay. Dennoch ärgerlich, wenn man dann doch nicht alles zum Kochen zu Hause hat, was man benötigt.

Grund meiner Kündigung war eine Lieferung, die ich am 24. November 2015 erhielt. Neben den welken Kräutern, an die ich mich schon fast gewöhnt hatte ;) , lag ein Mozzarella in der Box, der seit 24 Tagen (!) abgelaufen war. Bemerkt habe ich es erst beim Schneiden, nachdem mir der ranzige Geruch in die Nase stieg. Nun reichte es mir. Ich schrieb HelloFresh an, bat um Stellungnahme und hatte eigentlich erwartet, dass ich diese Box mit welken Kräutern und verdorbenem Mozzarella zumindest nicht berechnet bekomme. HelloFresh teilte mir sinngemäß mit: „Das kann halt mal passieren. Wir schreiben Ihnen 10 Euro gut.“ Gleichzeitig belehrte mich der Mitarbeiter: „Ihr Fall hat nicht die Tragweite, um einen meiner Vorgesetzten zu informieren. Mehr als 10 Euro kann ich Ihnen nicht anbieten.“



Nun fühlte ich mich ein wenig verschaukelt. Denn für 39,00 Euro pro Woche kann ich einerseits perfekte Ware erwarten, andererseits unterscheide ich durchaus zwischen welken Kräutern und einem seit mehr als drei Wochen abgelaufenen, ranzigen Mozzarella. Sowas darf halt nicht passieren. Und wenn es dennoch geschieht, erwarte ich eine großzügige, kulante Lösung. Vor allem aber möchte ich das Gefühl haben, dass das Unternehmen diesem Problem nachgeht, und mögliche Fehlerquellen in der Lieferkette eliminiert.

Letztlich habe ich an diesem Tag aus Verärgerung mein Abo bei HelloFresh gekündigt und darum gebeten, mir keine weiteren Boxen zuzustellen. Dies war an einem Donnerstag. Die Boxen werden jeweils Dienstags zugestellt. Daher wäre ausreichend Zeit gewesen, den UPS Versand zu stoppen. Der Mitarbeiter schrieb nun zurück, dass ich mich an die Kündigungsfrist zu halten habe, und man die Box zustellen würde. Schließlich gäbe es 
AGB´s. Ich gebe zu, ich war inzwischen wirklich sehr verärgert und schrieb zurück, dass ich keine weitere Box annehmen würde. Gleichzeitig entzog ich meine Einzugsermächtigung.

Es geschah, was geschehen musste: Am 01. Dezember wollte UPS die HelloFresh Box zustellen. Ich verweigerte die Annahme, die Box ging zurück. Am 02. Dezember teilte mir HelloFresh nun mit, dass die Box nicht zurückgenommen würde und es nun eine offene Forderung gäbe. Ich widersprach schriftlich…. Wie es nun weitergeht, ist relativ klar.

Natürlich bin ich nun auch ein wenig stur.  ;)  Aber ich fühlte mich um mein Geld und die Frische betrogen. Da kann man auch mal stur sein. :) Das Thema HelloFresh ist für mich jedenfalls Geschichte. Kochzauber möchte ich nun zumindest noch in den kommenden Wochen weiter nutzen...

Nachtrag:

Mein Freund erhielt vor drei Wochen mit seiner HelloFresh-Lieferung einen verschimmelten/verfaulten Brokkoli-Strauß. Offensichtlich hat das Ausliefern nicht mehr ganz frischer Lebensmittel System.




Heute habe ich mich mit dem Lebensmittelaufsichtsamt in Berlin in Verbindung gesetzt und diese Fälle gemeldet. Ich habe den Eindruck, dass eine Kontrolle vor Ort nicht verkehrt wäre.

Nachtrag Es gibt gute Nachrichten zum Thema 'Kochzauber'. Die Supermarktkette Lidl übernimmt das Berliner Startup vollständig. Auf gruenderszene.de ist zu lesen, dass das Geschäft weiter geht und 2016 weiter ausgebaut wird. Kochzauber beschäftigt 14 Mitarbeiter. 
Hier geht es zur Meldung: Lidl rettet Kochzauber.

Nachtrag und Abschluss


Meine Erwartungen waren nicht allzu groß, als ich den HelloFresh-Fall bei der Berliner Lebensmittelaufsicht gemeldet habe. Meine Hoffnung war dennoch, dass es zumindest irgendwann mal eine Prüfung gibt.





Umso überraschter war ich, als ich heute einen Anruf von einem Lebensmittelkontrolleur erhielt, der heute bei HelloFresh in Berlin vor Ort war. Er hat mit einer der Geschäftsführerinnen und dem Hausjustiziar sprechen können und hat beide mit meiner Beschwerde und den Fotos konfrontiert. Die Geschäftsführerin äußerte sich dahingehend, dass ihr mein Fall und mein Name bekannt seien. Am Berliner Standort gäbe es allerdings nur die Verwaltung. Die Auslieferungen und die Kommissionierung der Ware erfolgt durch Subunternehmer. In diesem Fall wurde die Ware aus Bielefeld verschickt.


HelloFresh hat laut Aussagen der Lebensmittelaufsicht nun eine Frist erhalten, in der schriftlich dargelegt werden muss, nach welchen Standards Qualitätskontrollen erfolgen. Außerdem wurden wohl die zuständigen Kollegen der Lebensmittelaufsicht in Bielefeld informiert, um sich vor Ort selber ein Bild zu machen. 


Zwei Stunden nach diesem Telefonat erhielt ich eine eMail von HelloFresh mit folgendem Wortlaut:

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Sehr geehrter Herr Hüsgen,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

In unserem längeren Schriftverkehr hatte ich Ihnen mehrfach mitgeteilt, dass eine Kündigung nach Mittwoch nicht mehr zur nächsten, sondern erst zur übernächsten Woche wirksam wird. Auch hatte ich Sie darauf hingewiesen, dass eine Annahmeverweigerung dazu führt, dass Ihre Box einer wohltätigen Einrichtung gespendet wird, die Forderung gegen Sie aber bestehen bleibt.

Nach eingehender Beratung mit allen meinen Vorgesetzten haben wir uns nun dazu entschieden, den Fall gütlich beizulegen und Ihnen ausnahmsweise als absolute Kulanzreglung den Preis dieser Box nicht zu berechnen. Wir werden stattdessen den offenen Betrag einfach ausbuchen. Sollten Sie in der Zwischenzeit eine Zahlungserinnerung per E-Mail erhalten, so betrachten Sie diese bitte als gegenstandslos.

Sollten Sie weitere Anliegen oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit an mich persönlich oder an einen meiner Kollegen im HelloFresh Kundenservice wenden, oder Sie besuchen unser HelpCenter .

Herzliche Grüße
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Ich lasse diese Mail einmal umkommentiert stehen. Für mich ist das Kapitel hiermit abgeschlossen. 


08.11.2015

Ich bin momentan fassungslos




Ich bin momentan fassungslos wenn ich sehe wie Fremdenhass, Intoleranz und Vorurteile offensichtlich eine immer breitere Akzeptanz in der Mitte unserer Gesellschaft finden. Es macht mir Angst wenn ich sehe, dass rechte Demonstrationen wöchentlich mehr Zulauf finden und die Menschen die an diesen Demonstrationen teilnehmen immer weiter in eine Spirale aus Angst, Hass und Gewalt geraten.


Auch wenn ich es als Kind oder Jugendlicher nicht wirklich bewußt wahrgenommen habe, haben meine Eltern mir wichtige Werte und Moralvorstellungen vermittelt. Dazu gehört eine ordentliche Portion Toleranz gegenüber anderen Menschen und Wertesystemen, ein freier Geist, das dringende Bedürfnis hat immer wieder über den Tellerrand hinaus zu schauen, die Fähigkeit mich in andere Menschen hineinzuversetzen und mein Interesse für politische Zusammenhänge.


Aufgewachsen bin ich in Büttgen, einem kleinen, beschaulichen Dorf in der Nähe von Neuss. Schon in den 80iger Jahren, als die erste große Flüchtlingswelle über uns hereinbrach, wurden in unserem Dorf Container aufgebaut, in denen die damaligen Flüchtlinge unterkamen. Auch damals gab es -so erinnere ich mich- durchaus Sorgen und Ängste. Letztlich blieb davon nicht viel übrig. Die Flüchtlinge waren froh und dankbar mit ihrem Leben davongekommen zu sein. Die Anwohner arrangierten sich. Irgendwann gingen viele der geflüchteten Menschen wieder in ihre Heimat zurück, um dort Aufbauarbeit zu leisten. Einige blieben bei uns und nutzten die Chance auf einen neuen Start bei uns in Deutschland.


Was derzeit in Dresden und in großen Teilen Sachsens geschieht macht mich traurig und wütend. Soviel dumpfe Ignoranz ist für mich schwer ertragbar. Was muss im Leben eines Menschen schief laufen, wenn er den aufpeitschenden, manipulativen, stimmungsmachenden Brandstiftern Woche für Woche hinterherläuft? Gerade hier in Deutschland sollte doch eine besondere Sensibilität gegenüber stark nationalistischen Tendenzen bestehen!

Ich lebe inzwischen mitten im Ruhrgebiet. Einem Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Nationalitäten. Hier fühle ich mich sehr wohl. Genau gegenüber meiner Wohnung steht eine evangelische Kirche, in der nun auch bis zu 50 Flüchtlinge untergebracht werden. 


Die Bedingungen sind für die Flüchtlinge nicht ideal. Die Stadt Oberhausen und die Kirchengemeinde möchten aber den Menschen im Winter ein festes Dach über dem Kopf ermöglichen. 


Ich finde, es kann kaum eine schönere Geste geben, als wenn unsere Kirchen ihre Tore für Flüchtlinge öffnen. Auch wenn ich bereits vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, fühle ich mich in meinem Werteveständnis dieser Entscheidung der Kirche verbunden. 


Auch hier in unserer direkten Nachbarschaft gibt es offen formulierte Ängste. Von der Sorge, dass die Versicherungsbeiträge steigen, bis zur Frage warum kein 24/7 Sicherheitsdienst installiert wird, weil die Kinder möglicherweise nicht mehr sicher sind. Eingeleitet werden diese Sorgen inzwischen meist mit der Aussage: "Ich habe ja wirklich nichts gegen die Flüchtlinge. Aber..... -muss das hier im Wohngebiet sein? / -müssen es denn unbedingt Moslems sein?



Ich suche das Gespräch mit diesen Nachbarn und stelle die Gegenfrage: "Was konkret ist Deine Angst?" Meist dauert es dann ein wenig bis das Gegenüber eine Antwort findet. Diese klingt dann oft so: "Das sind ja auch junge Männer die zu uns kommen. Die haben auch ihre Bedürfnisse". Oder: "Man hört ja immer wieder, dass die sich untereinander prügeln. Da sind wir dann ja auch nicht mehr sicher". Danach verweise ich darauf, dass die Gewalt bisher eigentlich ausschließlich von der aufgewiegelten Bevölkerung ausgeht, die Flüchtlingsheime abbrennt und Flüchtlinge angreift. Ein viel genanntes Argument ist auch immer, dass "wir Christen" von "den ganzen Moslems" überrannt werden. Ich möchte ja niemandem zu nahe treten. Aber wann haben diese besorgten Christen denn zuletzt eine Kirche von innen gesehen?



Ich gebe offen zu: So ganz habe ich noch immer nicht verstanden, woher die Ängste kommen. Und: Je mehr man sie hinterfragt, umso unklarer wird mir wovor diese Menschen sich sorgen.



Besinnen wir uns zurück auf unsere wirklichen Werte. Auf die Menschlichkeit. Versetzen wir uns doch einfach mal in die Lage eines Menschen der in Not ist. Gehen wir doch erst einmal davon aus, dass diese Menschen nicht kriminell sind, sondern dankbar. Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass diese Menschen uns bereichern. Unsere Kultur beleben. Unserem Land etwas zurückgeben.



Betrachten wir realistisch, dass wir dringend Zuwanderung benötigen, um unsere Wirtschaftskraft zu erhalten. Gehen wir offen auf Flüchtlinge zu. Besuchen wir Veranstaltungen, auf denen Flüchtlinge und Anwohner zusammentreffen. 

Seid offen und ohne Vorurteile. Haltet mit Argumenten dagegen, wenn dumpfe Fremdenfeindlichkeit in Eurer direkten Umgebung aufkeimt. Gebt diesen Gedanken in Eurem direkten Umfeld keinen Raum. Niemals!

Blogger für Flüchtlinge
Spendenaktion Better Place
Kommentar in den Tagesthemen
Mund aufmachen von Joko und Klaas

01.11.2015

Warum die AppleWatch letztlich doch gut finde

Lange habe ich mich gewehrt. Eine AppleWatch? Viel zu teuer. Abzocke. Und dann noch nichtmal genug Strom, um den ganzen Tag die Uhrzeit anzuzeigen. Und am Nachmittag werde ich dann gar nix mehr machen können, weil der Akku leer ist.

Passend zu diesen Gedanken kam gerade die neue Pebble Time Steel heraus. e-Ink-Display, 7 Tage Akku-Laufzeit. Kann alle Messages anzeigen, die ich auf meinem iPhone auch als Push-Messages aktiviert habe. Und schließlich dient sie ohnehin nur als Second-Screen. Und sie ist mit 265 Euro deutlich günstiger als die AppleWatch.

In der vergangenen Woche habe ich meine Pebble verkauft und bin nun ziemlich genau seit einer Woche mit einer Apple Watch unterwegs. Mehr als Messages anzeigen kann die Pebble halt wirklich nicht. Leider. Das Design fand ich okay. Sie war recht unauffällig, aber nicht elegant. Aber irgendwie flashte sie mich nicht.


Nach einer Woche mit der AppleWatch möchte ich ein kurzes Resümee ziehen. In dieser Woche war ich auf Geschäftsreise, habe mich mit ihr durch fremde Städte lotsen lassen, habe sie dreimal kurz zum telefonieren genutzt und mich an Termine erinnern lassen. Um iMessages zu beantworten habe ich Siri auf die Probe gestellt. Beim Kochen habe ich den Kurzzeit-Timer über Siri genutzt und mich unterwegs mit der Uhr wecken lassen. Am Wochenende habe ich die Workout-App bei einer längeren Radtour genutzt. Mit der Swarm-App habe ich mich hier und da mal in Locations eingebucht. Ich würde also alles in allem von einer recht intensiven Nutzung sprechen.

Das Wichtigste zuerst: Auch an Tagen intensiver Nutzung zeigte mein Akku als ich ins Bett ging immer noch mindestens 35% Leistung an. Zum Lesen längerer Texte oder eMails nutze ich allerdings auch das iPhone. Dafür ist mir die Uhr zu klein. Meine größte Sorge war somit schonmal aus dem Weg geräumt.

Etwas albern fand ich in der Werbung die Aussage, man solle die Uhr doch als Fußgänger zum Navigieren nutzen. Tja nun. Ich habe es probiert als ich in Basel unterwegs war und mich am Ende des Tages wieder zu meinem Auto navigieren zu lassen. Über das iPhone

habe ich mir in der Karten-App eine Wegmarke gesetzt. Auf dem Rückweg habe ich auf dem iPhone die Navigation gestartet und das Smartphone in die Tasche gesteckt. Auf der Watch wurde nun automatisch die Navigation fortgesetzt. An Abbiegungen vibrierte die Uhr und ein kurzer Blick zeigte mir, wohin ich musste. Sehr schön. Es hat perfekt funktioniert.

Zwischendurch vibrierte mein iPhone und ich bekam den ein oder anderen Anruf. Auf der Watch konnte ich sofort sehen wer anruft und habe einige Male das Smartphone genutzt. Dreimal habe ich das Gespräch aber auch direkt über die Uhr geführt. Ich dachte zunächst, das wirkt für Außenstehende etwas merkwürdig. Aber seit es Selfie-Sticks gibt, ist die Toleranz-Schwelle möglicherweise auch gestiegen. Zudem ist der Lautsprecher der Uhr auch nicht unangenehm laut. Für lange Gespräche in lauter Umgebung nutzt man wohl eher direkt das Smartphone. Die Gesprächsqualität ist jedenfalls gut. Ich habe es zu Hause nochmals ausführlich getestet.

Meine Termine wurden mir immer rechtzeitig auf die Uhr gespielt. Inklusive einer Zeitberechnung für den Weg. Angezeigt wurde dann sinngemäß: "Dein Termin findet um 10 Uhr statt. Die Verkehrslage ich normal. Du solltest spätestens um 9.40 Uhr losfahren, um pünktlich zu kommen." Donnerwetter. :) Vermutlich wird auch noch angezeigt, dass man den Regenschirm nicht vergessen soll, wenn es regnet. ;)

Sobald man die Uhr anhebt und in Blickrichtung kippt, schaltet sich das Display an. Ich hatte die Befürchtung, dass ich merkwürdige Verrenkungen machen muss, um das Display zu aktivieren. Das ist aber nicht so. Auch durch Tippen auf die Uhr kann man die AppleWatch aktivieren. Dann bleibt sie - je nach Einstellung - bis zu 70 Sekunden aktiviert. Sobald das Display an ist, kann man Siri mit "Hey Siri" aktivieren. Beim Kochen war das ganz praktisch: "Hey Siri - Timer 25 Minuten" und schon lief der Kurzzeittimer.

Die Timer-Funktion 

Diese Funktion habe ich schon beim iPhone regelmäßig genutzt. Nun ist es noch etwas einfacher geworden.

Wenn man die Uhr beim Laden auf die Seite legt, wird automatisch eine Wecker-Funktion aktiviert. Die Uhr leuchtet dann wie ein Radiowecker und wird durch leichtes Antippen aktiviert. Sehr sehr stylisch aus. Wird der Wecker auf dem iPhone gestellt, wird die Weckzeit automatisch auf die Uhr gespiegelt. Man kann aber auch beides unabhängig voneinander betreiben.

Der Wecker

Apple hat der Watch eine eigene Workout-App spendiert. Alle erfassten Daten werden nach dem Workout an die AppleHealth App übertragen. Während des Workouts wird immer wieder automatisch der Puls gemessen. Zum Abschluss sieht man dann eine schöne Zusammenfassung der sportlichen Aktivitäten.

Die Pulsmessung erfolgt im Hintergrund

Zusammenfassung nach dem Workout



Zusammenfassung in der Health-App
Zusammenfassung in der Health-App


In der Watch-App werden die sowohl die einzelnen Tages-Bewegungs-Ziele als auch das einzelne Workout dargestellt:




Bisher bin ich schwer begeistert. Vermutlich auch, weil meine Erwartungen eher überschaubar waren. ;)